Noch 58 Tage: Grundeinkommen in Indien jetzt in 22 Dörfern

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Da die soziale Sicherung in Indien unzureichend ist, wurde in Madhya Pradesh (Zentralindien) zunächst in acht, jetzt 22 Dörfern, in denen besonders schlimme Armut herrscht, ein regelmäßiger Geldtransfer (ein Grundeinkommen) bereitgestellt.

Ohne Bedingungen wird in den ausgewählten Dörfern an jede Bürgerin und jeden Bürger ab 18 Jahre ein Monatsbetrag von 200 Rupien ausgezahlt; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten die Frauen 100 Rupien. 200 Rupien entsprechen bei Umrechnung mit Kaufkraftparitäten (Methode Weltbank-Atlas) etwa 10 Euro. Es handelt sich also um ein partielles Grundeinkommen. Die Verwendung steht den Menschen frei.

Die indischen Ergebnisse haben Erfahrungen bestätigt, die auch in Namibia bei dem Pilotprojekt in dem Dorf Otjivero gemacht wurden. Als wichtige Erfolge werden in dem indischen Video hervorgehoben:

  • Bessere Ernährungslage,
  • bessere Gesundheitsversorgung,
  • höhere Schulbesuchsrate,
  • mehr lokale Infrastrukturinvestitionen (Wasserversorgung, Straßeninstandhaltung,
  • essere Wohnsituation) und
  • gesteigerte Aktivität von Kleinunternehmen.



Einführung eines Grundeinkommens in Indien aufgezeichnet am 15.9.2012 beim BIEN 2012 Weltkongress in München. Mit Renana Jabhvala aus Indien, Guy Standing aus Bath vereinigtes Königreich, und Shika Joshi aus Indien. Video Friedel Hans.

Von Anfang an wurden diese Projekte systematisch und wissenschaftlich evaluiert. Diese Erfolgskontrolle erlaubt es, Schlüsse aus den Pilotprojekten zu ziehen und daraus für andere Projekte, auch in anderen Ländern zu lernen. Für die Finanzierung aus nationalen Quellen und internationaler Entwicklungshilfe stehen überzeugende Argumente zur Verfügung.

Diese Pilotprojekte wurden von Frauenorganisationen organisiert und durchgeführt, die in der Gewerkschaft SEWA (Self Employed Women’s Association) zusammengeschlossen sind. SEWA ist eine große Organisation mit insgesamt 1,3 Millionen Mitgliedern. UNICEF wurde als Partner gewonnen.

weitere Argumente für ein Grundeinkommen

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