Archiv der Kategorie: Argument

Noch 28 Tage: Warum muss das Grundeinkommen bedingungslos sein?

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Einkommen ist nicht die Bezahlung von Arbeit, sondern die Ermöglichung von Arbeit. Das bedingungslose Grundeinkommen verschafft dem Menschen einen Freiraum, so dass er sich keine Sorgen mehr um Existenz und Zukunft machen muss. Das setzt kreative Kräfte frei, und er kommt in die Lage, das zu machen, was er für richtig hält, auch abwarten zu können, mal ein Risiko eingehen zu können.

Götz Werner erklärt im folgenden Video die Bedingungslosigkeit des Einkommens zur Grundvoraussetzung für die freie Lebengestaltung der Bürger. Michel Husson widerspricht.

Mehr zum Thema „Eine bessere Welt dank Grundeinkommen?“ (ARTE Future) finden Sie hier.

Noch 29 Tage: Für eine solidarische Weltgesellschaft

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Eine solidarische Weltgesellschaft, als alternative, demokratische und humanistische Form der Globalisierung, benötigt solidarische Regulationsmechanismen. Ein universelles (d.h. weltweit eingeführtes), bedingungsloses Grundeinkommen, das allen Menschen ein Leben in Würde und sozialer Sicherheit bietet, ist ein derartiges Regulationsinstrument.

Gemeinsam mit weiteren Maßnahmen – allen voran die Entschuldung der ärmsten Länder und Regeln für die internationale Finanzwirtschaft, kann ein Grundeinkommen ein Schritt zu einer sozial gerechteren Weltgesellschaft sein. Denn heute ist die Einkommenskluft zwischen jenem Fünftel der Weltbevölkerung, das in den reichsten Ländern lebt, und dem Fünftel in den ärmsten Ländern, zu groß. Noch immer leben und arbeiten zu viele Menschen weltweit unter prekären Bedingungen. Globalisierung braucht Grundeinkommen, d.h. eine an humanistischen Werten orientierte Form der Globalisierung muss auf einer umverteilenden, internationalen Regulationsweise basieren.

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Noch 30 Tage: Der Mensch ist nicht für die Arbeit da, sondern die Arbeit für den Menschen

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar „So wahr es auch ist, daß der Mensch zur Arbeit bestimmt und berufen ist, so ist doch in erster Linie die Arbeit für den Menschen da und nicht der Mensch für die Arbeit“ (LE,6).

Ausgehend von der Sozialenzyklika Laborem Excercens, erinnert die ehemalige Bundesvorsitzende der KAB Birgit Zenker daran, dass immer weniger Erwerbsarbeit für die Menschen da ist und gleichzeitig immer mehr Menschen nicht von ihrer Arbeit leben können. „Der Mensch ist nicht für die Arbeit da, sondern die Arbeit für den Menschen“, vor diesem Hintergrund betont Zenker die Gleichwertigkeit aller Formen der menschlichen Arbeit.

Mit dem „Garantierten Grundeinkommen“ hat die KAB 2007 ein eigenes Modell beschlossen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und in die öffentliche und politische Diskussion getragen. Im aktuellen Flyer der KAB: „Garantiertes Grundeinkommen“ sind die Einzelheiten nachzulesen.

Eine Postkarte für ein „Bedingungsloses Grundeinkommens für alle“ der Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) und des Netzwerk Grundeinkommen aus Anlass des Papstbesuches in Deutschland in der Woche des Grundeinkommens (2011).

Noch 31 Tage: Mit BGE zur Arbeit auf Zeit statt Zeitarbeit

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglicht die Balance zwischen einer sozialer Sicherheit für die Menschen und einer Flexibilität im Personalmanagement für die Unternehmen.

Wenn ein teilhabe und existenzsicherndes Einkommen garantiert ist, sind ständig wechselnde Erwerbsarbeitsplätze, die neue Fähigkeiten und Erfahrungen mit sich bringen, vielleicht sogar das Ziel und der Wunsch vieler Menschen.

Auf den heutigen Tag vor drei Jahren, am 14.12.2010, bestätigte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt die Tarifunfähigkeit der Tarifgemeinschaft der Christlichen Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP), welche ein Jahr zuvor vom Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg festgestellt wurde. Damit wurden alle mit der CGZP abgeschlossenen Tarifverträge nichtig. Die CGZP tat sich in den Jahren seit der Öffnung der Leiharbeit im Zuge der Hartz Reformen insbesondere dadurch hervor, dass sie mit den Arbeitgeberverbänden in der Leiharbeit Tarifverträge abschloss, deren unterste Entgeltgruppen Entlohnungen weit unter der Niedriglohnschwelle vorsahen. Dies führte dazu, dass die Leiharbeit die Branche mit dem höchsten Anteil an sogenannten „Aufstockern“ in Deutschland wurde. Selbst die mittlerweile eingeführten Mindestlöhne in der Leiharbeitsbranche liegen weit unter der von der OECD definierten Niedriglohnschwelle.

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Noch 32 Tage: Problemlösungskapazität der Weltgesellschaft stärken

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Ein globales Grundeinkommen erhöht die kollektiven Intelligenz und stärkt die Problemlösungskapazität der Weltgesellschaft. Denn die technische Vernetzung der Welt legt ein neues Prinzip nahe: jenes der umfassenden, partizipativen, vernetzten Kooperation. Dieses ist jedoch mit der bestehenden Dominanz von Konkurrenz- und Profitlogik unvereinbar. Zur Entwicklung einer Noosphäre, einer weisen Weltgesellschaft, bedarf es einer am Humanismus orientierten Regulationsweise des menschlichen Zusammenlebens.

Ein universelles, bedingungsloses Grundeinkommen ist ein Schritt in diese Richtung. Es ist Vorschein einer Welt, die auf einem allseitigen solidarischen „Zusammenhang der Individuen in einer Vereinigung der Menschheit“ basiert (Teilhard). Grundeinkommen ist eine solidarische Gestaltungsmaßnahme auf dem Weg in eine solidarische, vernetzte, kooperative Weltgesellschaft.

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Noch 33 Tage: Wie sollte das Grundeinkommen finanziert werden?

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland und der damit verbundene umfassende Umbau des Sozialstaates ist eine große Herausforderung. Das Grundeinkommen bekommt jeder Bürger unabhängig von seiner Lebenssituation ohne eine Bedürftigkeitsprüfung. Finanziert wird es über Steuereinnahmen. Auf diese Weise soll jedem Mensch genug Geld für seine Grundbedürfnisse zur Verfügung stehen.

Im folgenden Video erklären Götz Werner und Michel Husson wie man das Grundeinkommen finanzieren könnte.

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Noch 34 Tage: Globalisierung braucht Grundeinkommen

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Mit der Globalisierung von Wissen und Technik als Produktionsfaktoren ist eine neue Situation entstanden: Die Gesellschaft basiert immer stärker auf kollektiven Ressourcen, die durch die Tätigkeit aller Gesellschaftsmitglieder über lange Zeiträume hinweg entstehen. Es besteht ein Widerspruch zwischen Wissen als kollektiver Ressource und Wissen als Ware. Wissen und technischer Fortschritt stehen Unternehmen (nahezu) gratis zur Verfügung. Daher schulden sie der Gesellschaft für diese Vorteile Kompensation.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen, das zu einem wesentlichen Teil durch die verstärkte Besteuerung von Kapital und Wertschöpfung finanziert wird, könnte diesem Umstand Rechnung tragen.

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