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Noch 72 Tage: Wirkliche Freiheit gibt es nur mit Grundeinkommen

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dieses in  Art. 1 GG formulierte  Menschenrecht ist grundlegend und unveräußerlich: unverrückbar die „Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ (ebd.). Ohne eine Existenzsicherung ist die große Mehrzahl der Menschen faktisch unfrei, da sie immer gezwungen sind, gesellschaftlich oder individuelle gesetzte Bedingungen aus existentiellen Gründen zu akzeptieren. Das Bedingungslose Grundeinkommen liefert die erste und unabdingbare Bedingung für die reale Freiheit des Menschen, die darin besteht, dass der Mensch die Bedingungen seiner materiellen Existenz selbst in der Hand hat.


Noch 77 Tage: Grundeinkommen schafft Zukunft, über die nicht schon in der Vergangenheit verfügt wurde

Grundeinkommen – denn die Würde des Menschen ist unantastbar Wer sich für ein Grundeinkommen einsetzt, ist ein Wandelnder zwischen den Zeiten. Denn eine Schwierigkeit bei der Vermittlung dieser Idee besteht darin, die Andersartigkeit der Zukunft auf Basis der von vergangenen Gewissheiten geprägten Gegenwart zu entwerfen.

Grundeinkommen ist vorerst immer beides: das Nicht-mehr und das Noch-nicht.


Wer sich für ein Grundeinkommen einsetzt, ist demzufolge ein Desillusionierer, der sprechen muss von der Unmöglichkeit, die Zukunft durch Berechnungen abzusichern. Mutmaßungen darüber anzustellen, was in Zukunft sein wird, beseitigt keine Ungewissheiten, sondern verschafft einem lediglich die Illusion, über die Zukunft definitive Aussagen treffen zu können. Aber so gut Vergewisserung durch Erfahrung ist, so unzureichend ist der Blick in den Rückspiegel, wenn man nach vorne will. Zukunft ist vor allem das, was man durch und mit der Bewältigung der Vergangenheit neu schafft.

Wer sich für ein Grundeinkommen einsetzt ist ein Visionär, der Zukunft nicht nur erleidet sondern sie vorausdenkt und versucht, sie zu gestalten. Für sich und die Gesellschaft, in der er lebt. Gesellschaften, die keine Visionen mehr haben, haben nur die Gegenwart. Von der allein kann niemand leben. Gesellschaften brauchen eine Zukunft, über die nicht schon in der Vergangenheit verfügt wurde.